Trainings A - offene Lernformen I PDF DOWNLOAD

Material 4.3.8 - 1. bis 6. Klasse

Didaktische Anmerkungen

Alle Methoden aus der Lesedidaktik sind auch integrierbar in offene Unterrichtskulturen. Teilweise fordern sie diese auch, weil die Heterogenität in den Klassen sehr individuelle Vorgehensweisen voraussetzt. Lesen ist auch ein Prozess, der nicht verordnet werden kann.

  • Lesen ist vor allem (nicht nur) auf intrinsische Motivationen angewiesen. Diese sind in offenen Lernumgebungen leichter entwickelbar als in einem rein instruktiven Unterricht.
  • Selbst in eher homogenen Lerngruppen findet man noch eine erhebliche Leseheterogenität vor. Deshalb sollten stets Wege der Differenzierung und Individualisierung gestaltbar sein.
  • Wenn Schülerinnen und Schüler einmal interessiert, motiviert oder begeistert lesen, dann darf man sie nicht stoppen, weil dies die Lesemotivation in der Regel wieder mindert. Hier schaffen offene Lernsituationen Räume, in denen individuelles Lesen eher möglich ist.
  • Lesehungrige Schülerinnen und Schüler wollen ihre Leseprozesse aktiv und selbstgesteuert leben. Wenn man dies durch offene Lernumgebungen ermöglicht, ist mehr als die halbe Lehrerarbeit bereits erledigt.

Lesetraining in offenen Lernformen

Erläuterungen

(Siehe auch Tipps zum Vorlesen von Sabine Feneberg)

Leseförderung in der Freiarbeit

Hier kann nicht eine Einführung in eine lernkonstruktive Freiarbeit geleistet werden. Nur ein paar Tipps sind möglich:

  • Bauen Sie eine Klassenbibliothek auf.
  • Stellen Sie eine Bücherkiste bereit (vierzehntägig neu bestückt).
  • Binden Sie die Schulbibliothek in Ihre Freiarbeit ein.
  • Bieten Sie themengebundene Sachliteratur an, die sowohl die Interessen der Mädchen wie die der Jungen aufgreift.
  • Formulieren Sie ein Lese-Anforderungsprofil: „Kinder, ich wünsche mir, dass Ihr in der Freiarbeit jede Woche etwa 60 Minuten lest!“
Leseförderung mit dem Wochenplan

Hier kann keine Einführung in eine Wochenplanarbeit geleistet werden. Nur ein paar Tipps sind möglich:

  • Binden Sie Leseübungen in den Pflichtteil ein.
  • Bieten Sie den Schülerinnen und Schülern eine Auswahlliste an Lesearbeiten an.
  • Lassen Sie Schüler(innen) im freien Teil der Wochenplanarbeit ihre eigenen Leseinteressen leben.
  • Bieten Sie themenbezogen Lexika bzw. Internetadressen für den Sachunterricht an.