Trainings B - Wechselseitiges Lehren I PDF DOWNLOAD

Förderdimension IV (Sinnbildung über den ganzen Text)

Material 4.4.5 - 2. bis 6. Klasse

Lesetheoretische Anmerkungen

Für ein vertieftes Sinnverstehen brauchen Schülerinnen und Schüler Anregungen, um sich in die komplexen Zusammenhänge eines Textes „hinein“ zu denken. Oftmals wird dies mit Klassengesprächen versucht. Dabei nehmen aber meist nur wenige Schüler am Diskurs teil. Wenn es gelingt, sie in Partner- und in Gruppenarbeit zu Denk- und Austauschprozessen zu animieren, dann entsteht ein Vielfaches an Denkprozessen im Vergleich zu einfachen Klassengesprächen. In den Anglo-amerikanischen Ländernwird das „Wechselseitige (Schüler-)Lehren“ sehr erfolgreich eingesetzt.

Wechselseitiges (Schüler-)Lehren

Erläuterungen

Von der Einführung bis zur selbstgesteuerten Arbeit der Schüler

Die vier Lesestrategien müssen detailliert und genau eingeführt werden. Erst wenn alle vier Strategien beherrscht werden, kann die schülergesteuerte Gruppenarbeit (besser nur drei Schüler) beginnen. Das Konzept kann auch in Partnerarbeit durchgeführt werden. Auch das Kurzprotokoll muss eingeübt werden. Sinnvoll ist eine Form, die möglichst wenig Schreibaufwand hervorruft!

 Die vier zu übenden Lesestrategien

Der Text wird zuerst in sinnvolle Abschnitte gegliedert (zwei bis maximal drei Abschnitte). Jeder Abschnitt wird mit den folgenden Lesestrategien bearbeitet.

Impuls: „Erstellt ein Kurzprotokoll zu den folgenden vier Übungen auf dem Block!“

  1. „Unterstreicht nach einer gemeinsam Diskussion drei Schlüsselwörter in jedem Absatz.
  2. Markiert die für euch unbekannten Begriffe. Klärt die Bedeutung dieser Begriffe““
  3. „Findet gemeinsam jeweils zwei begründbare Überschriften für jeden Absatz. Diskutiert, bis ihr euch einig seid!“
  4. „Fasst den Inhalt des Textes in 4-5 Sätzen (nicht mehr) zusammen!“

Die Kooperation in der Schülergruppe

  • Für jeden Abschnitt übernimmt ein anderer Schüler der Gruppe die Lehrerrolle.
  • Alle Schüler wenden das „laute Denken“ an.
  • Der Text wird synchron parallel halblaut gelesen. Wenn ein Schüler „stop“ sagt, beginnt das „laute Denken“.