1.2 Belastete Kinder im Lesekompetenzerwerb

1.2.1 Kinder in Armut – mehr als man denkt
1.2.2 Bildungsarmut – was heißt das?
1.2.3 Kinder mit Zuwanderungshintergrund (IQB-Daten 2011)
1.2.4 Risikokinder-Monitoring für belastete Kinder
1.2.5 Materialien für eine konzeptionelle Steuergruppenarbeit
1.2.5.1 Beobachtungsbogen Risikokinder/Kindeswohlgefährdung
1.2.5.2 Übersichtsbogen belastete Kinder an der Schule (auf Basis von 1.2.5.1)
1.2.5.3 Wie die Einzelschule Bildungsarmut entgegenwirken kann – fünf Ideen
1.2.5.4 Armut in Kinderbüchern – stellvertretende Auseinandersetzung mit Armut
1.2.5.5 Schülern aus armen Familien helfen – zehn Anregungen
1.2.5.6 Mit Eltern zu Hause im Gespräch – zehn Anregungen

 

Zusammenfassung:

Materielle Armut beeinflusst viel zu oft den Schulerfolg. Armut in Grundschulklassen ist weiter verbreitet als man annimmt. Je nach Kommune und Stadtviertel kann der Faktor ‚Armut' erheblichen Umfang annehmen und das Lernen und Lehren erheblich beeinflussen. Anhand von Daten des Statistischen Bundesamtes wird hochgerechnet, mit wie vielen von Armut bedrohten Kindern man rechnen muss.
Materielle Armut und Bildungsarmut bedingen sich oft. Für die Grundschule und ihre Förderarbeit ist es hilfreich zu wissen, wie sich Bildungsarmut strukturell darstellen kann und welche Hürden dadurch für die Kinder beim Lernen und Verstehen vorhanden sind. Schulen die diese Zusammenhänge im Auge haben können besser auf die Lernbedürfnisse der Risikokinder reagieren.
Kinder mit Zuwanderungshintergrund haben es in der Schule offensichtlich nach allen statistischen Daten schwerer als andere. Differenziert nach Stärke des Migrationshintergrundes und das familiären Hintergrundes werden ausgewählte IQB-Daten in Bezug auf die Kompetenzentwicklung im Lesen, Zuhören und Mathematik aufgezeigt. Folgenden Fragestellungen wird nachgegangen:

    Wie viele Kinder mit Migrationshintergrund gibt es eigentlich?
    Welche Zuwanderungsgenerationen unterscheidet man in der Fachdiskussion?
    Um welche Anteile der Kinder mit Zuwanderungshintergrund an der Gesamtpopulation geht es in der Grundschule?
    Wie unterscheiden sich Kinder mit Zuwanderungshintergrund von den anderen Kindern in den Kompetenzbereichen Lesen, Zuhören und Mathematik?
    Gibt es innerhalb der Gruppe mit Zuwanderungshintergrund Unterschiede im schulischen Kompetenzerwerb nach Herkunftsländern?
    Welche Rolle spielen familiäre Hintergründe? Sozioökonomischer Status – Bildungsniveau der Eltern – Verkehrssprache zu Hause
    Was sind die Gründe für die Unterschiede?

Am Ende des Kapitels werden Materialien für eine konzeptionelle Steuergruppenarbeit zur Verfügung gestellt.