Kompetenzstufen

4. Anregungen für den Umgang mit Kompetenzstufen in der Leseförderung

  1. Machen Sie sich intensiv vertraut mit der jeweiligen Definition der einzelnen Kompetenzstufen. Sie sollten wissen, welche Fähigkeiten auf der jeweiligen Kompetenzstufe erwartet werden können.
  2. Erarbeiten Sie sich das Wissen über die einzelnen Kompetenzstufen am besten im Jahrgangsstufenteam oder auch auf einer gemeinsamen Lese-Lehrerkonferenz.
  3. Scheuen Sie sich nicht, hier noch einmal „zur Universität“ zu gehen. Es ist wesentlich, dass an einer Schule alle Lehrkräfte ein gleiches, zumindest ähnliches Bild von den Inhalten der einzelnen Kompetenzstufen besitzen.
  4. Differenzieren Sie die Leseförderung entlang der Kompetenzstufen. Bei einer äußeren Differenzierung (Förderschiene) können Sie damit homogenere Gruppen bilden und somit zielgerichteter fördern.
  5. Auch bei innerer Differenzierung im Klassenzimmer helfen Kompetenzstufen, die jeweils passenden Aufgabenstellungen zu bestimmen.
  6. Je nach Klassensituation bzw. Jahrgangsstufensituation muss man bzw. kann man eventuell Kompetenzstufen für Differenzierungsgruppen zusammenfassen. Es bietet sich an, die Stufen I & II sowie die Stufen III & IV im Bedarfsfalle zusammenzufassen. Stufe V wäre hier dann eine Gruppe der „Superleser“. Sollten Sie besonders viele Risikoschüler auf Stufe I in einer Jahrgangsstufe haben, bietet sich eine andere Verteilung an: Stufe I wäre eine Gruppe für sich, Stufe II & III sowie IV & V wären dann zusammengefasst. Die jeweilige Situation an der Schule bestimmt das Vorgehen.
  7. Die Kompetenzstufendefinitionen sind grobe Einteilungen. Es gibt Überlappungen und bei jeder Aufgabenstellung tiefere und höhere Niveaus innerhalb einer Kompetenzstufe. Lesen ist zu komplex, als dass man diese kognitive Leistung genau in fünf Stufen exakt definieren könnte. Mehr Stufen wären im Unterrichtsalltag nicht mehr realisierbar. Demnach stellen fünf Stufen einen vernünftigen Kompromiss dar.