Lesestandards

3. Zusammenfassung und Anregungen für die Praxis

Bildungsstandards greifen allgemeine Bildungsziele auf. Sie legen fest, welche Kompetenzen die Kinder und Jugendlichen bis zu einem bestimmten Alter mindestens erworben haben sollen. Mit Kompetenzmodellen (siehe Lesekompetenzmodell in 1.1) werden Inhalte, Stufen und Niveaus genauer beschrieben. Die Vorteile der Begründungszusammenhänge von Bildungsstandards, Kompetenzbeschreibungen und differenzierten Kompetenzmodellen sind vielfältig:

  • man weiß, welche übergreifenden Ziele anzustreben sind
  • die Ziele werden in Kompetenzen genauer beschrieben
  • die Fachwissenschaft kann Kompetenzmodelle entwickeln und den Schulen anbieten
  • die Kompetenzmodelle beschreiben Stufen, Niveaus und differenzierte Inhalte
  • mit Kompetenzmodellen lassen sich (eher) objektive Tests entwickeln
  • Kompetenzmodelle geben konkretere Hinweise, auf welchen Stufen und Niveaus sich Schülerinnen und Schüler befinden und wie sie konkret gefördert werden können

Tabellarisch lässt sich das Denken in und Fördern mit Standards und Kompetenzmodellen wie folgt in vier Schritten darstellen.

Ziele

Schule entwickelt Förderwege, vermittelt Lesestrategien und Lesefreude

 

4. Lesekompetenzstufen zeigen abgestufte und verfeinerte Förderkorridore auf

 

3. Lesekompetenzmodelle bieten differenzierte Inhalte, Stufen und Niveaus

 

2. Kompetenzen sind aufgeschlüsselte Standards

 

1. Bildungsstandards / Lesestandards zeigen übergreifende Ziele auf

 

Im Vergleich zu herkömmlichen Lehrplänen lassen sich mit diesem Modell fachwissenschaftlich übersichtliche Förderkonzeptionen entwickeln, vermitteln und erproben. Lehrplaninhalte lassen sich in diese Modelle problemlos integrieren. Wer mit dem in Kapitel 1.2 beschriebenen Lesekompetenzmodell arbeitet, wird alle Einzeldetails aus den Lehrplänen der ersten bis vierten Jahrgangsstufe behandeln und erfüllen – jedoch in einer didaktisch-methodisch zusammenhängenden und fachwissenschaftlich leichter vermittelbaren Gesamtkonzeption.