Kurzeinführung

Überblick und Kurzeinführung I PDF DOWNLOAD

Der  Baustein 4 beschreibt Möglichkeiten, Lesestrategien und deren Vorläuferkompetenzen zu trainieren. Unter Lesestrategien versteht man „mentale Werkzeuge[1]“, mit denen die Schülerinnen und Schüler die anspruchsvolleren Verstehensanforderungen beim Lesen unterstützen. Lesestrategien werden für verschiedene Ebenen des Textverstehens eingesetzt. Die sechs wichtigsten sind:

  1. Das Erkennen von explizit im Text formulierten Informationen.
  2. Das Verstehen von Zusammenhängen zwischen einzelnen Sätzen.
  3. Das Verstehen von Zusammenhängen zwischen einzelnen Absätzen.
  4. Das Verknüpfen von konkreten Informationen im Text mit dem eigenen Kontext- und Weltwissen.
  5. Das Erkennen der Gesamtzusammenhänge im Text.
  6. Das Nutzen der Strategien, um den eigenen Leseprozess zu überwachen[2] („Habe ich etwas nicht verstanden? Woran könnte das liegen? Wo muss ich im Text wieder einsetzen, damit ich den Inhalt besser verstehe?“)

Die mentalen Werkzeuge müssen täglich trainiert und eingeübt werden. Dies erfordert eine gewisse Anstrengungsbereitschaft bei den Schülerinnen und Schülern. Deshalb sollte stets darauf geachtet werden, dass parallel zu dieser Trainingsarbeit die Lesefreude und das Leseinteresse der Schüler Platz und Zeiträume im Schulalltag finden.

Der Baustein 4 ist in folgende Kapitel untergliedert:

4.1       Überblick und Kurzeinführung

4.2       Wichtige Methoden

4.3       Lesestrategien – Training A (einfach)

4.4       Lesestrategien – Training B (anspruchsvoll)



[1] Siehe Rosebrock, C & Nix, D. (2008): Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen Leseförderung. Hohengehren, S. 59f.

[2] Siehe ebd. S. 60f.